cimerp:0080_fertigung:0010_fertigung_allgemein:0030_grundlagenterminierung
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| + | {{indexmenu_n> | ||
| + | ======Grundlagen Terminierung====== | ||
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| + | **Vorwärtsterminierung** | ||
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| + | Zusätzlich zur Terminierungsart " | ||
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| + | Ziele der Vorwärtsterminierung sind z.Bsp. die Ermittlung eines frühestmöglichen Liefertermins unter Berücksichtigung der freien verfügbaren Kapazitäten und Materialien. Weiterhin werden hierbei die vorhandenen Kapazitäten möglichst komplett ausgelastet. | ||
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| + | Erreicht wird diese Zielstellung durch folgende Vorgehensweise bei der Fertigungsauftragsauflösung: | ||
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| + | * Auflösen der Stücklistenstruktur des zu produzierenden Artikels | ||
| + | * Prüfen der Materialverfügbarkeiten | ||
| + | * Ermitteln der Kapazitätsbedarfe | ||
| + | * Prüfen der Kapazitätsverfügbarkeiten | ||
| + | * Ermitteln der Durchlaufterminierung | ||
| + | * Verbuchen der Materialbedarfe | ||
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| + | **Überlappende Fertigung** | ||
| + | |||
| + | Bei der Terminierung kann eine Überlappung von Arbeitsgängen über Kennzeichen gesteuert werden. Die Steuerungsparameter sind die Kennzeichen " | ||
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| + | Diese Kennzeichen stehen in Verbindung mit dem Kennzeichen "KZ Überlappung" | ||
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| + | Wird überlappend gefertigt, so muss zusätzlich definiert werden, welche Arbeitsgänge sich überlappen sollen. | ||
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| + | Die Definition erfolgt zweistufig: | ||
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| + | 1. Am Arbeitsgang, | ||
| + | Dieses Kennzeichen wird auf dem Reiter [[cimerp: | ||
| + | |||
| + | |||
| + | 2. Am Arbeitsgang, | ||
| + | Dieses Kennzeichen wird auf dem Reiter [[cimerp: | ||
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| + | Es bestehen folgende Überlappungsmöglichkeiten je Arbeitsgang: | ||
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| + | **Überlappung nach Losgröße: | ||
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| + | Eine überlappende Terminierung darf nur angestrebt werden, wenn für den Vorgängerarbeitsgang Kapazitätsbedarfe verbucht werden können, die für die Herstellung einer Fertigungsmenge ausreichen, die mindestens der Losgröße des Artikels entspricht. Der Starttermin des Vorgängers liegt um die Fertigstellungsdauer einer Losgrößenmenge vor dem Starttermin des Nachfolgers. Der Nachfolger ist nie vor dem Vorgänger fertig. | ||
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| + | **Überlappung nach Transportmenge: | ||
| + | |||
| + | Eine überlappende Terminierung darf nur angestrebt werden, wenn für den Vorgängerarbeitsgang Kapazitätsbedarfe verbucht werden können, die für die Herstellung einer Fertigungsmenge ausreichen, die mindestens der Transportmenge des Artikels entspricht. Der Starttermin des Vorgängers liegt um die Fertigstellungsdauer einer Transportmenge vordem Starttermin des Nachfolgers. Der Nachfolger ist nie vor dem Vorgänger fertig. | ||
| + | |||
| + | **Überlappung nach Menge:** | ||
| + | |||
| + | Eine überlappende Terminierung darf nur angestrebt werden, wenn für den Vorgängerarbeitsgang Kapazitätsbedarfe verbucht werden können, die für die Herstellung einer Fertigungsmenge ausreichen, die mindestens der vorgegebenen Menge entsprechen. Der Starttermin des Vorgängers liegt um die Fertigstellung der Vorgabemenge vor dem Starttermin des Nachfolgers. Der Nachfolger ist nie vor dem Vorgänger fertig. | ||
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| + | |||
| + | **Überlappung nach Zeit:** | ||
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| + | Eine überlappende Terminierung darf nur angestrebt werden, wenn für den Vorgängerarbeitsgang Kapazitätsbedarfe verbucht werden können, die für die Herstellung einer Fertigungsmenge ausreichen, die mindestens der vorgegebenen Zeit entsprechen. Der Starttermin des Vorgängers liegt um die Vorgabezeit vor dem Starttermin des Nachfolgers. Der Nachfolger ist nie vor dem Vorgänger fertig. | ||
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| + | |||
| + | **Arbeitsgang-Teilung** | ||
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| + | Über dieses Kennzeichen wird bei der Fertigungsauftragsauflösung (bei Vorwärtsterminierung) gesteuert, ob die Arbeitsgänge bei der Terminierung aufgrund der vorhandenen Kapazitäten geteilt werden dürfen oder nicht.\\ | ||
| + | Dieses Kennzeichen kann in den Arbeitsgängen oder in der Fertigungsauftragsposition verwaltet werden. | ||
| + | |||
| + | Wenn in der Fertigungsauftragsposition vorgegeben wird, daß keine Teilung erfolgen darf, bleiben die Vorgaben der Arbeitsgänge unberücksichtigt. Bei anderen Vorgaben wird die Vorgabe laut Arbeitsgang verarbeitet. | ||
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| + | |||
| + | Möglichkeiten je Arbeitsgang: | ||
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| + | **keine Teilung:** | ||
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| + | Es darf bei der Terminierung des Arbeitsganges keine Aufteilung des Arbeitsganges erfolgen, d.h. es muß für die Ausführung des Arbeitsganges ein durchgängiger Zeitraum mit ausreichender freier Kapazität ermittelt werden, in den dieser Arbeitsgang verbucht wird. | ||
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| + | **Teilung nach % von Losgröße: | ||
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| + | Es darf bei der Terminierung des Arbeitsganges eine Aufteilung des Arbeitsganges erfolgen, aber es müssen für die Ausführung des Arbeitsganges jeweils einzelne Zeiträume mit ausreichender freier Kapazität ermittelt werden, in denen ein Mindestanteil dieses Arbeitsgangs verbucht wird.\\ | ||
| + | Gesamtzeit je Losgröße muß kleiner/ | ||
| + | Hinweis: Diese Logik ist nur sinnvoll, wenn keine, geringe oder kostenmäßig nicht relevante Rüstzeiten vorhanden sind. | ||
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| + | **Teilung nach % - Verhältnis zwischen Rüst- und Ausführungszeit: | ||
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| + | Es darf bei der Terminierung des Arbeitsganges eine Aufteilung des Arbeitsganges erfolgen, aber es müssen für die Ausführung des Arbeitsganges jeweils einzelne Zeiträume mit ausreichender freier Kapazität ermittelt werden, in denen ein Mindestanteil dieses Arbeitsgangs verbucht wird.\\ | ||
| + | Bei Verwendung dieser Version muß der verfügbare einzelne Zeitraum mindestens so groß sein, daß das Verhältnis zwischen Rüstzeit und Ausführungszeit dem vorgegebenen Prozentsatz entspricht (errechneter Anteil muß >= vorgegebenem Wert sein). Bei einem vorgegebenem Anteil von 100 % muß der freie Zeitraum mindestens doppelt so groß wie die Rüstzeit sein. | ||
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| + | Generelle Bedingung für Aufteilung: Die Rüstzeit darf nicht aufgeteilt werden. | ||
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| + | **Pufferzeiten** | ||
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| + | In cimERP können sowohl auf Baugruppenebene als auch auf Arbeitsgangebene Pufferzeiten (oder Reservezeiten) hinterlegt werden. Baugruppenbezogene Pufferzeiten werden in der [[cimerp: | ||
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| + | Arbeitsgangbzogene Pufferzeiten werden auf dem Reiter [[cimerp: | ||
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| + | Die Berechnung von Pufferzeiten kann auftragsbezogen über das Kennzeichen "KZ Pufferzeiten" | ||
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| + | {{26473_Terminierung_Pufferzeit_01.gif|graphic/ | ||
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| + | **Tageskapazitäten/ | ||
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| + | In der Terminierung werden echte Tageskapazitäten berücksichtigt, | ||
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| + | Es gibt 4 mögliche Terminierungsarten: | ||
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| + | **Rückwärtsterminierung: | ||
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| + | Bei der Terminierung werden aufgebaute Tageskapazitäten für Arbeitsplätze und Werkzeuge berücksichtigt. | ||
| + | |||
| + | |||
| + | **Vorwärtsterminierung: | ||
| + | |||
| + | Bei der Terminierung werden die gebuchten Bedarfe von den Kapazitäten abgezogen. Für die verbleibende verfügbare Zeit werden die Arbeitsgänge eingeplant. | ||
| + | |||
| + | |||
| + | **Rückwärtsterminierung-Kapazitiv: | ||
| + | |||
| + | Terminierung wie 1. Die gebuchten Bedarfe werden aber von den Kapazitäten abgezogen.\\ | ||
| + | Ist für den entsprechenden Tag kein Satz in der Kapazitätsdatei vorhanden, dann wird mit der Standardkapazität aus den Basisparametern terminiert. Ist dort kein Wert eingetragen, | ||
| + | |||
| + | |||
| + | **Vorwärtsterminierung-Kapazitiv: | ||
| + | |||
| + | Terminierung wie bei -Vorwärtsterminierung-, | ||
| + | In diesem Fall wird auch ein Fehler im Planungsergebnis (s.a. [[cimerp: | ||
| + | " | ||
| + | " | ||
| + | \\ | ||
| + | \\ | ||
| + | \\ | ||
| + | **Leistungsgradfaktor** | ||
| + | |||
| + | Der Leistungsgradfaktor im Arbeitsplatzstamm wird direkt bei der Terminierung verwendet, und zwar bei der Errechnung der Stück-, Rüst- und Maschinenzeit. | ||
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| + | |||
| + | |||
| + | Beim Wechsel eines Arbeitsganges von einem Arbeitsplatz auf einen anderen Arbeitsplatz mit einem anderen Leistungsgradfaktor geht dieser Faktor direkt in die Ermittlung der tatsächlichen Länge eines Vorganges ein. Dies hat auch Auswirkungen auf die Länge eines Arbeitsganges, | ||
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| + | Beispiel: | ||
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| + | AG Arbeitsplatz L-Faktor Sollzeit/ | ||
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| + | 10 4711 1, | ||
| + | |||
| + | 10 4712 0, | ||
| + | |||
| + | |||
| + | |||
| + | **Berücksichtigung der Artikelkennzeichen " | ||
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| + | In den Artikelstammdaten (s.a. [[cimerp: | ||
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| + | Arbeitsplan vor Vorlaufzeit: | ||
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| + | Ist für den Artikel kein Arbeitsplan vorhanden, so werden die eingetragenen Tage im Feld " | ||
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| + | |||
| + | Vorlaufzeit mit Auflösung Arbeitsplan: | ||
| + | |||
| + | Die Vorlaufzeit bezieht sich auf die Produktion von 1 Mengeneinheit. Der Arbeitsplan wird nomal aufgelöst, aber bei allen Artikeln mit dieser Kennzeicheneinstellung, | ||
| + | |||
| + | \\ | ||
| + | Die Berechnung erfolgt anhand der Formel: | ||
| + | |||
| + | Sollzeit pro AG (in h) = ((Vorl.-Zeit Prod. Plan (in d) * Standardkapazität Arbeitsplätze (in h)) - Summe der ermittelbaren Durchlaufzeiten (in h)/Menge) / Anzahl AG ohne Zeit in der Struktur\\ | ||
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| + | |||
| + | Wird die errechnete Sollzeit negativ, weil die Summe der ermittelbaren Durchlaufzeiten größer ist als die Vorlaufzeit, | ||
| + | Bei einer Auflöungs über aufgelöste Auftragsdaten wird das Kennzeichen nicht berücksichtigt. | ||
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| + | |||
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| + | {{ terminierung_mit_allen_einflussparametern.pdf |Weitergehende Informationen zur Terminierung}} | ||
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