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Lager

Über diese Maske werden für sämtliche Artikel, welche mit Bestandsführung oder Bestandsführung mit Charge geführt werden, Lagerstammdaten erfasst. Die Bestandsführungsart wird in den Artikelgrunddaten (s. Artikelstamm - Stammdaten) festgelegt:

Felder

Lagerplatz Hier kann bei Unterteilung des Lagers in Bereiche, Regale und Fächer der exakte Lagerplatz eingegeben werden. Der Lagerplatz ist der Stammlagerplatz im summarischen Lager und Vorschlagslagerplatz für das chaotische Lager.
Im summarischen Lager werden Artikel mit dem gleichen Lagerbereich auf einer Materialkarte zusammengefasst.
Hinweis:
Die Lagerplätze werden angelegt und verwaltet im Programm Lagerbereichstexte.
Zugangslager Hier kann das Lager definiert werden, auf welches der Fertigungszugang bzw. Wareneingang des Artikels vorrangig gebucht werden soll. Damit kann z.B. eine automatische Zubuchung auf ein Qualitätssicherungslager oder Zwischenlager erfolgen.
Dieses Lager hat keine Auswirkung auf die dispositive Verbuchung von Bestellbeständen. Bei Einkaufsartikeln entspricht das Zugangslager dem Lager Warenzugang.
Das Zugangslager eines Fertigungsauftrages kann auch durch das Standardlager des Artikels festgelegt werden, wenn in den „Basisparameter Fertigung“ das Kennzeichen Standardlager wird Zugangslager aktiviert ist.
Hinweis:
Lager werden angelegt und verwaltet im Parameter Lagernummern.
Qualitätssicherungslager werden angelegt und verwaltet im Parameter Qualitätssicherungslager.
Standardlager FA Standardlager Fertigungsauftrag
Das Standardlager Fertigungsauftrag dient der dispositiven Steuerung des Bestellbestandes Fertigung und der Materialbedarfe des Fertigungsauftrages (s.a. Artikeldisposition), falls für die Materialien kein Standardlager definiert ist.
Bei manueller Erstellung eines Fertigungsauftrags bzw. Übernahme aus Kundenauftrag bzw. Angebot wird das Feld Lager in der Fertigungsauftragsposition nach Eingabe einer Artikel-Nr. nach der Hierarchie ermittelt:
- Standardlager FA aus Artikelstamm
- Standardlager FA aus den Basisparameter Fertigung (bei manueller Anlage von Fertigungsaufträgen) bzw. Abgangslager aus Kundenauftrag bzw. Angebot bei auftragsbezogener Fertigung.
Dies ist z.B. bei ausschließlicher Fertigung eines Artikels in einem Zweigwerk sinnvoll.
Mengeneinheit Verpackung CHL Die Vorgabe der Mengeneinheit CHL ist nur nötig, wenn die chaotische Lagerplatzverwaltung verwendet wird und die Artikel in festen Verpackungseinheiten im chaotischen Lager ein,- und ausgelagert werden. Hier wird die Mengeneinheit der Verpackung eingegeben, mit welcher der Artikel im Chaotischen Lager geführt wird.
Beispiel:
Flüssigkeiten, die immer in vorgeschriebenen Behältern gelagert werden. Unabhängig, ob der Behälter voll oder halbvoll ist, nimmt der Behälter einen entsprechenden Stellplatz ein. Im Umrechnungsfaktor wird die max. Füllmenge des Behälters angegeben. Über die Einlagerungsart = 1 wird stets nach Lagerplätzen gesucht, auf die die Mengeneinheit komplett eingelagert werden kann (unabhängig von der Menge des Inhaltes)
Hinweis:
Die Mengeneinheiten werden angelegt und verwaltet im Parameter Mengeneinheiten.
Umrechnungsfaktor Weicht die Mengeneinheit für die Chaotische Lagerplatzverwaltung von der Mengeneinheit für die Produktion ab, weil der Artikel in Verpackungseinheiten im chaotischen Lager geführt wird, so muss hier der Umrechnungsfaktor von der Mengeneinheit Chaotische Lagerplatzverwaltung auf die Mengeneinheit Produktion eingetragen, wobei gilt:
Mengeneinheit Produktion = Mengeneinheit-Verpackung CHL * Umrechnungsfaktor CHL
Beispiel:
ME Schlüssel Produktion = 03 Karton
ME Schlüssel CHL = 11 Paletten
Umrechnungsfaktor = 40, auf einer Palette lagern 40 Karton des Artikels.
Preis je Anzeige der Preiseinheit auf die sich der Lagerpreis bezieht.

Tabelle

Lager Anzeige der Lagernummer
Bezeichnung Anzeige der Lagerbezeichung
Mindestbestand Der Mindestbestand steuert für l- und v-disponierte Artikel das Erstellen von Bestell- bzw. Fertigungsvorschlägen (je nach ZuPo). Ist der Lagerbestand kleiner als der Mindestbestand, so wird ein Beschaffungsvorschlag erstellt, auch wenn für den Artikel kein Bedarf existiert.
In der Disposition reduziert der Mindestbestand den verfügbaren Lagerbestand. Der Mindestbestand ist somit als Sicherheitsbestand für plötzliche ungeplante Bedarfe zu betrachten.
Lagerentnahmen können ausgeführt werden, auch wenn dadurch der Mindestbestand unterschritten wird.
Meldebestand Der Meldebestand wird für die Bestellvorschlagsbearbeitung verwendet. Unterschreitet der Lagerbestand den Meldebestand wird ein Bestellvorschlag erzeugt
Maximalbestand Hier wird der für den Artikel gültige Maximalbestand (bzw. Höchstbestand) im entsprechenden Lager eingegeben.
Findet bei der Erstellung von Bestell-/Fertigungsvorschlägen Berücksichtigung.
Ist hier kein Maximalbestand erfasst (=0), dann wird bei der Erstellung von Bestellvorschlägen / Fertigungsvorschlägen die Wiederbeschaffungsmenge anhand des, laut Startmaske, zu prüfenden Wertes (Meldebestand, Mindestbestand) eingestellt. (Rückfallfunktion bei Maximalbestand = 0 oder Maximalbestand < Melde- bzw. Mindestbestand).
Bei Einstellung „Bis Maximalbestand“ = Ja in der Startmaske zur Erstellung der Bestell-/Fertigungsvorschläge wird dieser Maximalbestand berücksichtigt und die Wiederbeschaffungsmenge so eingestellt, dass der Maximalbestand erreicht, bzw. bei vorhandener Losgröße nicht um mehr als eine ganze Losgröße überschritten wird, wenn die Bedarfsmenge den Maximalbestand nicht auffüllen würde.
Lag-Kat. Eingabe der Lagerkategorie für den Artikel. Die Lagerkategorie kennzeichnet den Behälter, in dem der Artikel gelagert wird. Dieser Wert wird bei der Einlagerung ins Chaotische Lager berücksichtigt.
Kann nur geändert werden, wenn die Variante „Blank“ ist.
Hinweis:
Die Lagerkategorie wird angelegt und verwaltet im Programm Lagerkategorie.
Eintrag einer Lagerkategorie:
Ist die Menge im entsprechenden Lager bei irgendeiner Variantenausprägung kleiner 0, dann erscheint die Fehlermeldung „Artikel kann nicht chaotisch geführt werden, da der Lagerbestand negativ ist“
Gibt es Kundenaufträge zu diesem Lager mit zugeteilten Liefermengen, dann ist der Eintrag einer Lagerkategorie ebenfalls nicht möglich.
Gibt es in dem Lager mindestens eine Variantenausprägung mit Bestand größer 0, dann erscheint folgende Hinweismeldung:

Anschließend werden für alle Variantenausprägungen mit Bestand entsprechende Datensätze in die chaotische Bestands-Tabelle (sta_lagbeweg_chaot) geschrieben (sollte der Artikel chargengeführt sein, so findet dieses Schreiben je Charge statt).
Entfernen der Lagerkategorie:
Sind Reservierungen vorhanden, dann Fehlermeldung

Ansonsten wird folgende Ja-Nein-Meldung angezeigt

Wird die Frage mit OK bestätigt, dann werden die entsprechenden chaotischen
Bestands-Daten zu diesem Lager und allen Variantenausprägungen gelöscht, so dass
es nur noch einen summarischen Bestand und eventuelle Chargenbestände gibt.
Einlag-Menge Eingabe der maximalen Einlagerungsmenge des Artikels in einen Behälter (Lagerkategorie). Dieser Wert wird bei der Einlagerung in das chaotische Lager berücksichtigt. Im Blocklager ist die Lagerplatzkapazität = Einlagerungsmenge * Stapelfaktor
Kann nur geändert werden, wenn die Variante „Blank“ ist.
Art Dieses Kennzeichen Einlagerungsart steuert die Art und Weise des Auffüllens eines teilweise belegten Lagerplatzes
Mögliche Werte sind:
blank = Der Restplatz kann bei einer Einlagerung komplett aufgefüllt werden
1 = Bei einer Einlagerung wird nur in Größen des Umrechnungsfaktors eingelagert.
2 = Es erfolgt keine Einlagerung auf Plätzen, auf denen bereits ein Artikel gelagert ist. Grundsätzlich wird, hinsichtlich des Systemvorschlages zur Einlagerung, nur auf freie Lagerplätze eingelagert. Dieser Systemvorschlag zur Einlagerung kann manuell durch direkte Vorgabe eines Lagerplatzes übersteuert werden.
3 = Es kann nur der (gem Zeitstempel / Datum erste Einlagerung) zuletzt gebuchte Lagerplatz eines Artikels aufgefüllt werden. Ist dieser voll belegt, wird ein komplett freier Lagerplatz gesucht.
Der Umrechnungsfaktor wird hierbei nicht berücksichtigt
4 = Der Lagerplatz, auf welchem der Artikel gem. Zeitstempel zuletzt eingelagert wurde (Datum letzte Einlagerung), wird aufgefüllt. Ist dieser voll belegt, wird ein komplett freier Lagerplatz gesucht.
Die Einlagerung erfolgt in Größen des Umrechnungsfaktors.
Stapelfaktor Wird der Artikel nicht im Hochregallager, sondern im Blocklager gelagert, so kann hier ein Stapelfaktor eingegeben werden. Der Stapelfaktor gibt an wie viele Lagerbehälter des Artikels übereinander gestapelt werden dürfen. cimERP berechnet dann aus der Angabe Einlagerungsmenge x Stapelfaktor die Einlagerungsmenge auf einem Stellplatz im Blocklager.
Hinweis:
Die Einlagerungsmenge darf nur die Menge eines Lagerbehälters enthalten.
SL Standardlager
Hiermit kann für ein ausgewähltes Lager als Standardlager des Artikels definiert werden.
Über die Basisparameter Fertigung - Auftragseingabe kann z.B. das Standardlager eines Artikels als Zugangslager vorbelegt werden
Lagerpreis Standardlagerpreis
Hier kann ein Standardlagerpreis je Artikel und Lager in der Lagerwährung hinterlegt werden. Mit dieser Funktionalität ist es z. Bsp. möglich, ausländische Lager im Hauptmandanten mit einem anderen Bewertungsansatz zu betrachten.
W Bezeichnung der einem Lager zugeordneten Währung
(s.a. Parameter Lagernummern)
Je Lager kann eine Währung definiert werden. Voreingestellt ist die Hauswährung. Damit ist es möglich, in der hier beschriebenen Maske im Feld „Lagerpreis“ einen Standardlagerpreis je Artikel und Lager in der Lagerwährung zu hinterlegen. Mit dieser Funktionalität ist es z. Bsp. möglich, ausländische Lager im Hauptmandanten mit einem anderen Bewertungsansatz zu betrachten.
Sollreichweite in Tagen Hier kann eine geplante Sollreichweite des Artikels hinterlegt werden. Dieser Parameter wird zur Neuberechnung Mindest-/Meldebestand (cd2012) verwendet.

Menüpunkte

s. Artikelstamm - Stammdaten Basis: Informationen zu "Menüpunkten"

Buttons

Informationen zu den "Buttons"