Neuauflösung
Wird der Fertigungsauftrag geändert bzw. eine Neuauflösung erzeugt, löst cimERP die Struktur völlig neu auf. Haben sich die dispositiven Daten gegenüber der Erstauflösung geändert, ändert sich also auch die Auftragsmenge für die Unteraufträge. Bei einer Neuauflösung wird also immer die aktuelle dispositive Situation ausgewertet. Einschränkungen:
Wenn für die entsprechende A-disponierte Baugruppe bereits Rückmeldungen vorliegen (Status 3), dann wird diese Baugruppe nicht mehr umgeplant.
Die erweiterte Auflösung wird durch den Basisparameter Fertigung, Feld „Statusprüfung“ für das Verwalten laufende Fertigungsaufträge gesteuert. Eine Umplanung ist dann abhängig vom jeweiligen Fertigungsauftragspositions-Status.
Somit kann festgelegt werden, ob z.B. Positionen mit Status 1 bzw. 3 noch umgeplant werden dürfen oder nicht.
Funktionalität Standardlager
Die Neueinplanung eines Fertigungsauftrags berücksichtigt beim Generieren der Materialpositionen nicht nur die Lagernummer des Fertigungsauftrags, sondern kann die offenen Posten Material für die Standardlagernummer des entsprechenden Materials abstellen. Voraussetzung hierfür ist, das für das untergeodrnete Material ein Standardlager definiert ist (s. Artikelstamm - Lagerstammdaten). Ist für einen Artikel kein Standardlager definiert, so wird wie bisher das Lager des Fertigungsauftrages herangezogen.
Im Programm Verbuchen Materialkarte übernimmt das Programm die Lagernummer des Artikels der aufgelösten Materialposition und zeigt in der Spalte „Lagerbestand“ den Bestand dieses Lagers an. Beim Abbuchen der Materialmenge wird dann der Bestand dieser Lagernummer reduziert. Gleichzeitig wird der Materialbedarf in der Disposition im gleichen Lager reduziert.
Werden die Materialabgänge automatisch bei der Produktionsrückmeldung erzeugt, so kommt die gleiche Logik zum Einsatz.
Im Programm Abbuchen Baukastenstückliste und im Programm Materialverfügbarkeitsprüfung über Stückliste wird die Standardlagernummer eines Artikels ebenfalls berücksichtigt.
Erweiterte Auflösung Fertigungsauftrag
Über das Feld „Erweiterte Auflösung“ in den Artikelstammdaten eines Artikels (s. Artikelstamm - weitere Stammdaten) besteht die Möglichkeit eine Baugruppe nach dem Muster der Auftragsdisposition aufzulösen.
Ist dieses Kennzeichen nicht aktiviert, so erfolgt für A-disponierte Baugruppen eine komplette mengenmäßige Auflösung. Wird dieses Kennzeichen aktiviert, so wird für A-disponierte Baugruppen mit Kennzeichen Zukauf/Produktion = 3 vor der Erstellung des Fertigungsauftrags für alle Stufen geprüft, ob die Baugruppe zum errechneten Bedarfstermin verfügbar ist. Hierfür wird die Gesamtdisposition bis zum errechneten Bedarfstermin ermittelt. Standardmäßig wird die Ermittlung über das Lager durchgeführt, über das der Auftrag, bzw. die Fertigungsauftragsposition angelegt wurde. Um mehrere Lager (z.Bsp. Fertigwarenlager, Kommissionslager, …) berücksichtigen zu können, kann über das Feld „Betrachtung der Lager bei erw. Auflösung“ im Artikelstamm (s. Artikelstamm - weitere Stammdaten) festgelegt werden, ob die Nettobedarfsermittlung über ein Lager (aus Auftragsposition) bzw. über alle Lager (für die im Parameter Lagernummern die Verfügbarkeitsprüfung aktiviert ist) erfolgt.
Aus dieser Prüfung ergeben sich dann zwei Möglichkeiten:
Die Verfügbarkeit deckt den Bedarf ab:
Der Bedarf des Artikels wird in die Disposition eingeplant. Die Verarbeitung entspricht der einer L-disponierten Baugruppe.
Die Verfügbarkeit deckt den Bedarf nicht oder nicht vollständig ab:
Erstellung eines neuen Fertigungsauftrags und Einbuchung des Bestellbestands in die Fertigung. Der Bedarf des Artikels wird wie im Standard in die Disposition eingebucht.
Die Fertigungsauftragsmenge wird wie folgt berechnet:
Berechnung der Differenz aus Sollmenge - verfügbare Menge = Benötigte Menge.
Fertigungsauftragsmenge ist die ‚Benötigte Menge' unter Berücksichtigung der Losgröße wie im Standard des Bestellvorschlagswesens
In jedem Fall wird also die Losgröße zur Ermittlung der Fertigungsauftragsmenge berücksichtigt.
Kennzeichen Zukauf/Produktion in der Auflösung
Untergeordnete Baugruppen werden standardmäßig nur dann weiter aufgelöst, wenn das Kennzeichen Dispo = A ist.
Zusätzlich wird jetzt das Kennzeichen Zukauf/Produktion berücksichtigt. , d.h., dass untergeordnete Baugruppen ein Kennzeichen Zukauf/Produktion ⇐ 3 haben müssen, um weiter aufgelöst zu werden. Dieses Kennzeichen kann auch im Programm Aufgelöste Auftragsdaten - Startmaske gesetzt werden.
Artikel mit Kennzeichen Zukauf/Produktion = 4 und Kennzeichen Einkaufsstückliste = ja können trotzdem weiter aufgelöst werden, wenn dies über die Basisparameter Einkauf festgelegt wurde. (s. Parameter Basisparameter Einkauf). Damit werden dies Beistellteile auch in der Strukturstückliste sichtbar.