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Erweiterte Auflösung mit simulierter Prognose


Ziel-Definition Die Fertigungsauflösung löst im Standard die Stücklisten-Struktur bis zur L-disponierten Stufe auf (Zupo 1 bis 3, und auch 4).
Die Auflösung soll aber an dieser Stufe nicht stoppen, sondern weiter auflösen.
Die weiteren untergeordneten Strukturen sollen als simuliert gekennzeichnet werden.



Programmablauf cd4027 - Asynchrone Fertigungsauflösung

Grundlage ist die standardmäßige Fertigungsauflösung.
Anders ist bei der erweiterten Auflösung, dass die Dispoart (A, L) nicht weiter beachtet wird.
Dies umfasst ebenfalls Einkaufsteile (Zupo=4) mit Einkaufsstücklisten (individuelles Auflösungskennzeichen).

Trifft die Auflösung auf einen L-disponierten Artikel (Endprodukt, Einkaufsteil, Einkaufsbeistellteil, Material …)
so soll für alle weiteren untergeordneten Artikel das Kennzeichen „kz_planung=1“ (simuliert) gesetzt werden.
Die nach der Terminierung zu erfolgende Dispo-Einbuchung ist gewährleistet.

Folgende Fallunterscheidungen müssen bei der Auflösung berücksichtigt werden:

a) der L-disponierte Baukasten (BK) ist im Status 0 , 1 oder 3 mit Istmenge=0:
→ weitere Auflösung der untergeordneten Artikel mit der vollen Sollmenge

b) der L-disponierte Baukasten ist im Status 3 mit einer Istmenge > 0 (aber kleiner als die Sollmenge):
→ die bereits gebuchte Istmenge wird bei der weiteren Auflösung berücksichtigt und die untergeordneten Sollmengen retrograd um diese Menge reduziert

c) der L-disponierte Baukasten ist im Status= 3 und die Istmenge ist größergleich der Sollmenge oder der BK ist im Status 5 = erledigt.
→ keine weitere Auflösung der untergeordneten Artikel, der komplette untergeordnete Zweig wird aus der aufgelösten Datenstruktur entfernt (und somit aus der Dispo ausgebucht)

Die hier beschrieben Logik wird sowohl bei Auflösung „über Stammdaten“ als auch „über aufgelöste Daten“ angewendet.

Weitere Doku:

cdsp150144-erweiterte-auflösung-mit-prognose_doku_stand_05.10.2015.pdf