Die Gesamtanlageneffektivität (oder englisch „Overall Equipment Effectiveness“, OEE) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl,
mit welcher die Effektivität und etwaige Verluste von technischen Anlagen oder Produktionsmaschinen gemessen werden kann.
Die OEE gibt den Prozentsatz der Fertigungszeit an, der tatsächlich produktiv ist, sowie die Zeit, in der die Effektivität nachlässt.
Eine OEE von 100 % bedeutet, dass nur gute Teile produziert werden (100 % Qualität), und zwar mit maximaler Geschwindigkeit (100 % Leistung)
und ohne Unterbrechungen (100 % Verfügbarkeit).
Die Messung der OEE ist eine bewährte Praxis in der Fertigung. Durch die Messung der OEE und der zugrundeliegenden Verluste
können wichtige Erkenntnisse darüber gewonnen werden, wie der Fertigungsprozess systematisch verbessert werden kann.
Technisch gesehen ist die OEE eine wirksame Kennzahl zur Identifizierung und Visualisierung von Verlusten
und zur Steuerung der Verbesserung der Effektivität von Fertigungsanlagen durch die Beseitigung von „Verschwendung“.
Die Gesamtanlageneffektivität besteht aus den Faktoren Verfügbarkeit (V), Leistungsgrad (L) und Qualitätsrate (Q).
Die Multiplikation der drei untrennbar miteinander verbundenen Verhältniszahlen VxLxQ ergibt einen Prozentwert,
der den Anteil der geplanten Maschinenlaufzeit angibt, während der die Produktion tatsächlich die Qualitätskriterien erfüllt hat.
Dieser Wert liegt immer deutlich unter 100 %, da 100 % ein theoretischer Wert ist. Selbst wenn eine Anlage kontinuierlich mit maximaler Geschwindigkeit läuft,
ohne einen einzigen Fehler zu verursachen, muss sie beispielsweise irgendwann gewartet werden.
Die OEE wird mit der folgenden Formel berechnet: OEE = Verfügbarkeit * Leistung * Qualität
Beispiel: (Verfügbarkeit = 86,6 %) * (Leistung = 93 %) * (Qualität = 91,3 %) = (OEE = 73,6 %)
Quelle Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gesamtanlageneffektivit%C3%A4t