Inhaltsverzeichnis

Nachkalkulation Übersicht

In diesem Modul wird die Anzeige und das Drucken der Nachkalkulation beschrieben.

Allgemeines

Dieses Modul stellt Ihnen Programme zur Verfügung, mit denen eine Nachkalkulation der Fertigungsaufträge erfolgen kann.
Die Daten können am Bildschirm angezeigt oder ausgedruckt werden.
• Bei der Auflösung und Einplanung von Fertigungsaufträgen werden die SOLL-Werte für den Material- und Zeitbedarf entsprechend der Stücklisten und Arbeitspläne gespeichert.
• Alle Materialentnahmen und Zeitrückmeldungen werden direkt bei der Erfassung im Lager bzw. in der Fertigung als IST-Daten verbucht. Dadurch steht Ihnen jederzeit auch eine mitlaufende Kalkulation für in der Produktion befindliche Aufträge zur Verfügung.
• Das Modul arbeitet integriert mit der Fertigungssteuerung, BDE und Lagerbestandsführung zusammen. Der Einsatz der Module Fertigungssteuerung und Lagerhaltung ist für die Nachkalkulation zwingend erforderlieh.
• Wird ein Auftrag geändert, werden die SOLL-Daten aktualisiert. Wurden für den Auftrag bereits Zeit- oder Materialverbrauchsrückmeldungen durchgeführt, so bleiben diese Buchungen für den geänderten Auftrag erhalten.
• Zur Malerialbewertung wird für Einkaufsteile der erste nach folgender Hierarchie ermittelte Preis verwendet:
1. Durchschnittlcher Einkaufspreis aus Einkaufsstatistik
2. Einkaufspreis 1 vom 1. Lieferanten aus dem Artikelstamm
3. Kalkulatorischer Einkaufspreis aus dem Artikelstamm
• Fertigungszeiten werden mit den in den Arbeitsplatz-Stammdaten festgelegten Preisen bewertet. Dabei werden die SOLL-Kosten aus dem Stundensatz für den Arbeitsplatz und die IST-Kosten aus dem Stundensatz der Nachkalkulation ermittelt.

Verbuchen der SOLL-Daten

Damit die Daten eines Fertigungsauftrags bei der Einplanung für die Nachkalkulation verbucht werden, muß in den Kopfdaten des Fertigungsauftrags das Kennzeichen für die Nachkalkulation aktiv sein (die Voreinstellung für die Nachkalkulation erfolgt über die Tabelle Basisparameter für die Fertigung). Dadurch werden die aus den Stücklisten und Arbeitsplänen über die gesamte Struktur ermittelten Material- und Zeitbedarfe mit den entsprechenden Bewertungen als SOLL-Daten der Nachkalkulation gespeichert.

Materialbuchungen IST

Beim Verbuchen der Lagerabgänge über Materialkarten (siehe Modul Lagerbestandsführung) werden die entsprechenden Materialpositionen dem zugehörigen Fertigungsauftrag als IST-Wert Material zugewiesen. Die Zuordnung zum Auftrag erfolgt durch Eingabe der Materialentnahmesscheinnummer. Über dieses Programm werden die geplanten Materialentnahmen erfaßt. Ungeplante Materialentnahmen (z.B. zum Ausgleich von Ausschuß) werden über das Programm Erfassen Lagerzugänge/Lagerabgänge verbucht.  Werden bei der Materialbuchung Kundennummer, Fertigungsauftragsnummer sowie Position und Auflösungsstufe angegeben, werden diese Mengen und Kosten in die Nachkalkulation übernommen. Analog hierzu können Rücklieferungen an das Lager (z.B. bei Auftragsänderungen wiährend der Fertigung) mit dem gleichen Programm erfaßt und in der Kalkulation verbucht werden. Bei der Lagerzugangsbuchung über den letzten BDE-Schein (Materialmeldeschein), über BDE oder über das Programm Verwalten Produktionsrückmeldungen (im Modul Fertigungssteuerung) wird auch der IST-Werl der Auftragsmenge in der Nachkalkulation verbucht.

Zeitbuchungen IST

Durch die Produktionsrückmeldungen werden die Zeitbuchungen in die Nachkalkulation übernommen. Die Produktionsrückmeldungen können über BDE oder mit dem Programm Verwalten Produktionsrückmeldungen erfaßt werden.