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cimerp:0010_allgemein:0030_begriffe:0100_deckungsbeitrag

Inhaltsverzeichnis

Deckungsbeitrag

Der Deckungsbeitrag bezeichnet einen Überschuss einer Erlösgröße über diejenigen Kosten, die dieser eindeutig und ohne Schlüsselung von Strukturkosten gegenübergestellt werden können. Deckungsbeitrag I, auch DB I errechnet sich, indem vom Nettoerlös die proportionalen Herstellkosten (Produktkosten) abgezogen werden. Der DB I zeigt an, was der einzelne Artikel, das Produkt etc., zur Deckung der Strukturkosten eines Unternehmens sowie zur Erzielung von Gewinn beitragen. Er ist die maßgebliche Größe für die Produktbeurteilung.

Im Handel entspricht der Deckungsbeitrag I der Differenz zwischen dem Verkaufspreis netto und dem Einstandspreis eines Gutes und wird als Handelsspanne bezeichnet. Produktbeurteilung mittels Deckungsbeitrag I: Der DB pro Einheit ist wichtig, wenn bei einem Kunden oder in einem Marktsegment ein mengenmäßiger Engpass besteht. Die Produkte mit größerem DB I pro Einheit sind dann förderungswürdig.

Der DB I in Prozent des Umsatzes (DBU) ist die wesentliche Kennzahl, wenn der Engpaß der Umsatz des Kunden, das Marktvolumen oder der Marktsättigungsgrad sind. Sie wird auch mit DBU bezeichnet und zeigt an, welche Produkte den relativ größeren Beitrag zum Erfolg erbringen. Der DB I pro Bezugsgrößeneinheit einer Kostenstelle ist dann relevant, wenn die verfügbare Kapazität dieser Kostenstelle den Engpass bildet.

Der DB I pro Materialeinsatzeinheit (Kilogramm, Stück, Laufmeter) kommt in solchen Fällen dann zum Einsatz, wenn das Ergebnis mit beschränkt verfügbaren Materialarten maximiert werden soll. Bestehen gleichzeitig mehrere Engpässe, die sich gegenseitig beschränken, entstehen Optimierungsfragen, die mit den Methoden der linearen Programmierung zu lösen sind.

Berechnungsmethode Deckungsbeitrag

Mit der folgenden Berechnungsmethode kann ermittelt werden, wie hoch der Anteil (Deckungsbeitrag) der einzelnen Produkte an der Deckung der Gemeinkosten ist, die den Kostenträgern nicht direkt zugerechnet werden können.

Dies wird durch die Aufspaltung der Gesamtkosten in einen fixen Teil (Kosten, die unabhängig von der Beschäftigung bzw. Leistungsmenge entstehen) und einen variablen Teil (Kosten, die in Abhängigkeit von der Beschäftigung bzw. Leistungsmenge entstehen) erreicht.

Die Berechnung sieht dann so aus:

Nettoverkaufserlös je Produkt - variable Kosten = Deckungsbeitrag je Produkt

Als nächstes werden nun von der Summe der Deckungsbeiträge der Produkte die fixen Kosten des Unternehmens subtrahiert. Erhält man eine positive Differenz, so ist ein Gewinn erwirtschaftet worden, bei negativer Differenz liegt ein Verlust vor.

Wenn der Deckungsbeitrag eines Produktes durch die abgesetzte Menge dividiert wird, so erhält man den Deckungsbeitrag pro Stück.

Im positiven Fall wird mit jeder weiteren verkauften Mengeneinheit ein zusätzlicher Beitrag zur Deckung der Fixkosten geleistet.

Ein Produkt kann zwar einen geringen Deckungsbeitrag pro Stück besitzen, bei hohen Stückzahlen aber kann ein bedeutender Beitrag zur Deckung der Fixkosten eintreten.

               
       
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