cimerp:0040_vertrieb:0005_allgemeine_themen:0110_berechnungdeckungsbeitraggewinn



Berechnung Deckungsbeitrag und Gewinn

Die Berechnung von Deckungsbeitrag und Gewinn erfolgt nach den folgenden Formeln:

Deckungsbeitrag = Umsatz - (Grenzherstellkosten * Menge)
Gewinn = Umsatz - (Selbstkosten * Menge) 

Dabei entspricht der Umsatz dem Nettowert der berechneten Auftragsposition.

Über den Parameter „Ermittlung Kalkulationsdaten“ in den Basisparametern Auftragsabwicklung wird der Zeitpunkt der Ermittlung der Grenzherstellkosten und Selbstkosten bestimmt.
Mögliche Werte sind:
bei Druck RE:
Hier werden die Kalkulationsdaten (Selbstkosten und Grenzherstellkosten) zur Berechnung von Deckungsbeitrag und Gewinn beim Druck der Rechnung ermittelt.
Als Basis zur Ermittlung der Kosten dient die Preisliste aus der Auftragsposition oder eine fest vorgegebene Preisliste in der die ermittelten Kosten der Kalkulation einheitlich abgestellt werden (s. hierzu „Preisliste Kalkulationsdaten“ in den Basisparameter Auftragsabwicklung)
bei Neuanlage KA-Positionen:
Bei dieser Einstellung erfolgt die Ermittlung der Kalkulationsdaten bei der Positionsneuanlage. Die Werte für Selbstkosten und Grenzherstellkosten werden in der Auftragsposition angezeigt und können dort manuell geändert werden. Bei Einstellung „bei Druck RE“ werden die Selbstkosten und Grenzherstellkosten in der Position nicht angezeigt.
bei Preisermittlung:
Die Kalkulationsdaten werden zum Zeitpunkt jeder Preisermittlung ermittelt. Die Grenzherstellkosten und Selbstkosten werden dabei im Allgemeinen während der Fakturierung aus der Preisdatei gelesen, welche wiederum im Rahmen der Vorkalkulation gefüllt werden.

Bei konfiguratorgeführten Artikeln werden die Grenzherstell- und die Selbstkosten aus der letzten Vorkalkulation einer beliebigen Konfiguration verwendet. Die Konfiguration des Artikels im Auftrag kann jedoch stark von der Vorkalkulationskonfiguration abweichen, so dass die Kalkulationsdaten im Artikelstamm in diesem Fall nicht mit denen des Auftrags korrespondieren. Die Umsatzverbuchung erfolgt anhand der aktuellen Werte der Auftragsposition, die Deckungsbeitrags- und Gewinnverbuchung jedoch anhand der nicht korrespondierenden Werte im Artikelstamm.
In cimERP ist es deshalb möglich, dass die Deckungsbeitrags- und Gewinnverbuchung anhand einer Vorkalkulation erfolgt, deren Basis genau die Auftragskonfiguration ist.
Hierzu gibt es in den Basisparametern der Auftragsverwaltung das Kennzeichen „Kalkulation bei Anlage konf. Artikel “, über welches festgelegt wird, ob im Rahmen der Auftragsverwaltung für konfiguratorgeführte Artikel eine Kalkulation mit den aktuell vorgegeben Sachmerkmalsauswahlen stattfinden soll und die errechneten Grenzherstellkosten und Selbstkosten auftragsbezogen gespeichert sollen (eine Aktualisierung der Preisdatei findet nicht statt). Bei der Fakturierung werden dann Deckungsbeitrag und Gewinn nicht mehr über die Kalkulationsdaten aus der Preisdatei ermittelt, sondern aus den Werten, die im Auftrag gespeichert sind. Bei kalkulationsrelevanten Änderungen (Änderung der SM-Auswahlen, Preislisten- und Mengenänderung) von bereits bestehenden Positionen wird nachgefragt, ob eine neue Kalkulation durchgeführt werden soll.

Weiterhin findet eine Kalkulation in den Programmen „Kopieren Aufträge“ und „Übernehmen Angebot als Auftrag“ statt.

Bei „diversen Artikeln“ bzw. Artikeln ohne Preisdaten in der Auftragspreisliste ist bei der Auftragserfassung die Eingabe eines „Einstandspreises“ als Basis zur Kostenermittlung (für Grenzherstellkosten und Selbskosten) erforderlich.

Die Berechnung von Deckungsbeitrag und Gewinn erfolgt nur bei vorliegenden Kosten zur Berechnung, d.h. nicht kalkulierte Artikel (ohne Grenzherstellkoste/Selbskosten) werden nicht berücksichtigt.

Hinweis: Wertmäßige Gutschriften reduzieren den Umsatz. Der Gesamtbetrag der Gutschrift schmälert damit auch die erzielten Erlöse. 

               
       
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