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cimerp:0050_disposition:start

Disposition

In diesem Modul werden die Themen der Disposition von Artikeln beschrieben und erläutert.

In der Artikeldisposition wird für jeden Artikel eine zeitliche Vorschau der Bedarf angezeigt. Für jeden Tag oder Woche wird die Verfügbarkeit des Artikels dargestellt.

In den Bestellvorschlägen werden die Bedarf, je nach Teileart (ZuPo), überprüft und es werden ggf. Vorschläge für die Wiederbeschaffung erzeugt.

Weitere Information zu einem Artikel sind in der Lagerveränderungsstatistik enthalten.

Berechnung Materialverfügbarkeit

In dem folgenden Dokument wird die Berechnung der Materialverfügbarkeit in cimERP beschrieben.

1. Materialverfügbarkeit von Einkaufsteilen (Kennz. Zukauf/Produktion: 4, 5, 6, 8, 11)

1.1. Dispositionsart „Auftragsbezogen“ (A-disponiert)

Die Bedarfe von A-disponierten Einkaufsartikel als offene Posten Material eines Baukastens werden im Rahmen der Auflösung/Einplanung der Fertigungsauftragsposition als Bestellvorschlag mit unmittelbarem Bezug auf die Herkunft abgestellt. Insofern wird zur Prüfung der Verfügbarkeit für solche Artikel die Erzeugung und Belieferung einer bedarfsbefriedigenden Bestellung untersucht.

In der Verfügbarkeitsprüfung wird das Kennzeichen für die erweiterte Bearbeitung von Bestellvorschlägen (s. Feld „Erw. Bearbeitung BV“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten) beachtet.

1.1.1. Ohne erweiterte Bearbeitung Bestellvorschläge

Für A-disponierte Einkaufsteile, ohne erweiterte Bearbeitung Bestellvorschläge (s. Feld „Erw. Bearbeitung BV“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten), wird die Materialverfügbarkeit immer über die zu einem bestimmten Fertigungsbedarf zugeordneten Bestellungen berechnet.

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn zum entsprechenden Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags keine direkt zugeordnete Bestellposition existiert
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete Bestellung.“

oder wenn der Liefertermin der direkt zugeordneten Bestellposition nach dem Prüftermin bzw. nach dem Bedarfstermin des entsprechenden Fertigungsbedarfs liegt,
Fehler: „Der Liefertermin der zugeordneten Bestellung liegt nach dem Bedarfstermin.“

oder wenn die Bestellmenge bzw. Warenzugangsmenge einer Teillieferung der noch offenen Bestellposition geringer als die Sollmenge des Fertigungsbedarfs ist. Bestellmengen werden positiv nur für Bestellungen eingerechnet, deren Bestelltermin nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Die Bestellmenge der zugeordneten offenen Bestellung ist geringer als die Bedarfsmenge.“ bzw. „Die Bestellmenge der zugeordneten offenen Bestellung zum Prüftermin ist geringer als die Bedarfsmenge zu diesem Termin.“

oder wenn die gesamte Warenzugangsmenge einer vollgelieferten Bestellposition geringer als die Sollmenge desFertigungsbedarfs ist
Fehler: „Die Warenzugangsmenge der gelieferten Bestellung ist kleiner als die Bedarfsmenge.“

In den Programmen Aufgelöste Auftragsdaten und Freigeben Fertigungsaufträge wird immer die Materialverfügbarkeit unter Berücksichtigung nicht realisierter Warenzugänge in der Vergangenheit errechnet.

1.1.2. Mit erweiterter Bearbeitung Bestellvorschläge

Für A-disponierte Einkaufsteile, mit erweiterter Bearbeitung Bestellvorschläge (s. Feld „Erw. Bearbeitung BV“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten), wird die Materialverfügbarkeit immer über die zu einem bestimmten Fertigungsbedarf zugeordneten Bestellungen und den frei verfügbaren Lagerbestand berechnet.

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn keine dem Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags direkt zugeordnete Bestellposition existiert und die zum Bedarfstermin des Fertigungsbedarf am Lager verfügbare Menge kleiner als die Sollmenge des Fertigungsbedarfs ist.
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete Bestellung und die verfügbare Menge ist zu klein.“

oder wenn keine dem Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags direkt zugeordnete Bestellposition existiert und die zum Bedarfstermin des Fertigungsbedarf am Lager verfügbare Menge kleiner als die Sollmenge des Fertigungsbedarfs ist. Bestellmengen werden positiv nur für Bestellungen eingerechnet, deren Bestelltermin nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete Bestellung und die verfügbare Menge ist unter Beachtung der nicht vorhandenen Warenzugänge in der Vergangenheit zu klein.“

oder wenn die Sollmenge des Fertigungsbedarfs größer als die Summe aus Bestellmenge der noch offenen Bestellposition und der zum Bedarfstermin des Fertigungsbedarfs am Lager verfügbaren Menge ist
Fehler: „Die Bedarfsmenge ist größer als die Summe Bestellmenge und verfügbare Menge zum Termin.“ bzw. „Die Summe aus verfügbarer Menge und auftragsbezogener Bestellmenge nach Prüfdatum sind nicht ausreichend.“

oder wenn die Sollmenge des Fertigungsbedarfs größer als die Summe aus Bestellmenge der noch offenen Bestellposition und der zum Bedarfstermin des Fertigungsbedarfs am Lager verfügbaren Menge ist. Bestellmengen werden positiv nur für Bestellungen eingerechnet, deren Bestelltermin nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete Bestellung und die verfügbare Menge ist unter Beachtung der nicht vorhandenen Warenzugänge in der Vergangenheit zu klein.“

oder wenn die Sollmenge des Fertigungsbedarfs größer als die Summe aus gesamter Warenzugangsmenge einer vollgelieferten Bestellposition und der zum Bedarfstermin am Lager verfügbaren Menge ist
Fehler: „Die Bedarfsmenge ist größer als die Summe Warenzugang und verfügbare Menge.“

In den Programmen Aufgelöste Auftragsdaten und Freigeben Fertigungsaufträge wird immer die Materialverfügbarkeit unter Berücksichtigung nicht realisierter Warenzugänge in der Vergangenheit errechnet.

1.2. Dispositionsart „Lagerbezogen“ (L-disponiert)

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn die Sollmenge des Fertigungsbedarfs größer als die verfügbare Menge (lt. Disposition - ohne Mindestbestand) ist. Bestellmengen werden positiv nur für Bestellungen eingerechnet, deren Bestelltermin nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Die benötigte Menge ist zum Bedarfstermin bzw. Prüftermin dispositiv nicht verfügbar.“

In den Programmen Aufgelöste Auftragsdaten und Freigeben Fertigungsaufträge wird immer die Materialverfügbarkeit unter Berücksichtigung nicht realisierter Warenzugänge in der Vergangenheit errechnet.

Beispiel

Die dispositive Situation eines Artikels ist wie folgt:

graphic/19500_MV_01.gif

Aus Sicht des Programms Aufgelöste Auftragsdaten ergeben sich die folgenden Daten:

graphic/19500_MV_02.gif

Je nach Einstellung des Parameters „Verfügbarkeit am“ ergeben sich die Daten:

Verfügbarkeit am Sollmenge Lagerbestand Einkauf überfällig Einkauf aktuell Verfügbare Menge Material verfügbar
14.12.2004 500 1000 0 100 1100 ja
15.12.2004 500 1000 100 200 1200 ja
16.12.2004 500 1000 300 300 1300 ja
17.12.2004 500 1000 600 400 1400 ja
14.12.2004 500 300 0 100 400 nein
15.12.2004 500 300 100 200 500 ja
16.12.2004 500 300 300 300 600 ja
17.12.2004 500 300 600 400 700 ja

1.3. Dispositionsart „Verbrauchsbezogen“ (V-disponiert)

Bei V-disponierten Artikeln wird die verfügbare Menge mit allen Bedarfen des entsprechenden Artikels, die vor dem betrachteten Bedarfszeitpunkt liegen, verglichen.

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn die verfügbare Menge zur Befriedigung des entsprechenden Fertigungsbedarfs (unter Beachtung gemeldeter Istmengen) nicht ausreicht
Fehler: „Die benötigte Menge ist zum Bedarfstermin bzw. Prüftermin dispositiv nicht verfügbar.“

2. Materialverfügbarkeit von Fertigungsteilen (Kennz. Zukauf/Produktion: 1, 2, 3)

2.1. Dispositionsart „Auftragsbezogen“ (A-disponiert)

Die Bedarfe von A-disponierten Fertigungsteilen (untergeordnete Baugruppen) als offene Posten Material eines Baukastens werden im Rahmen der Auflösung/Einplanung der Fertigungsauftragsposition als untergeordnete Baugruppen aufgelöst. In der Verfügbarkeitsprüfung wird das Kennzeichen für die erweiterte Auflösung von Fertigungsteile (s. Feld „Erweiterte Auflösung“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten) beachtet.

2.1.1. Ohne Beachtung des Kennzeichens „Erweiterte Auflösung“

Für A-disponierte Fertigungssteile, für die das Kennzeichen „Erweiterte Auflösung“ nicht aktiviert ist, (s. Feld „Erweiterte Auflösung“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten), wird die Materialverfügbarkeit immer über die zu einem bestimmten Fertigungsbedarf zugeordneten, untergeordneten Baugruppen berechnet.

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn zum entsprechenden Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags keine direkt zugeordnete Baugruppe existiert
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete, aufgelöste Baugruppe.“

wenn der Fertigstellungstermin der untergeordneten Baugruppe nach dem Bedarfstermin liegt
Fehler: „Der Liefertermin der zugeordneten BG liegt nach dem Bedarfstermin.“

wenn die Sollmenge der zugeordneten Baugruppe (Baugruppe ist noch nicht fertiggestellt) kleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist. Die Sollmenge wird nur dann positiv für die Vergleichsrechnung herangezogen, solange der Liefertermin (Fertigstellungstermin) dieser Baugruppe nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Die Sollmenge der zugeordneten Baugruppe ist kleiner als die Bedarfsmenge.“

wenn die Istmenge der fertiggestellten zugeordneten Baugruppe kleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist
Fehler: „Die Istmenge der zugeordneten Baugruppe ist kleiner als die Bedarfsmenge.“

2.1.2. Mit Beachtung des Kennzeichens „Erweiterte Auflösung“

Für A-disponierte Fertigungsteile, für die das Kennzeichen „Erweiterte Auflösung“ aktiviert ist, (s. Feld „Erweiterte Auflösung“ - Artikelstamm - weitere Stammdaten), wird die Materialverfügbarkeit immer über die zu einem bestimmten Fertigungsbedarf zugeordneten, untergeordneten Baugruppen und dem frei verfügbaren Lagerbestand berechnet. Dabei kann über das Kennzeichen „Betrachtung der Lager bei erw. Auflösung“ (s.a. Artikelstamm - weitere Stammdaten) zusätzlich entschieden werden, ob nur das Bedarfslager lt. Auflösung oder ob alle Läger für die Berechnung des frei verfügbaren Lagerbestands herangezogen werden.

2.1.2.1. Berechnung verfügbare Menge über das Bedarfslager lt. Auflösung

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn zum entsprechenden Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags keine direkt zugeordnete Baugruppe existiert und der frei verfügbare Bestand im Bedarfslager ist nicht ausreichend
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete BG und die verfügbare Menge Bedarfslager ist zu klein.“

wenn die Sollmenge der zugeordneten Baugruppe (Baugruppe ist noch nicht fertiggestellt) und der frei verfügbare Bestand im Bedarfslager kleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist. Die Sollmenge wird nur dann positiv für die Vergleichsrechnung herangezogen, solange der Liefertermin (Fertigstellungstermin) dieser Baugruppe nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Die Bedarfsmenge ist größer als die Summe Sollmenge zug. BG und verfügbare Menge.“

wenn die Summe aus Istmenge der fertiggestellten zugeordneten Baugruppe und frei verfügbarer Bestand im Bedarfslager kleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist
Fehler: „Die Bedarfsmenge ist größer als die Summe Istmenge zug. BG und verfügbare Menge.“

2.1.2.2. Berechnung verfügbare Menge über alle Läger

Die Materialverfügbarkeit ist nicht gewährleistet:

wenn zum entsprechenden Fertigungsbedarf in der Struktur des Fertigungsauftrags keine direkt zugeordnete Baugruppe existiert und der frei verfügbare Bestand in allen betrachteten Lägern ist nicht ausreichend
Fehler: „Es existiert keine zugeordnete BG und die verfügbare Menge aller Läger ist zu klein.“

wenn die Sollmenge der zugeordneten Baugruppe (Baugruppe ist noch nicht fertiggestellt) und der frei verfügbare Bestand in allen betrachteten Lägern kleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist. Die Sollmenge wird nur dann positiv für die Vergleichsrechnung herangezogen, solange der Liefertermin (Fertigstellungstermin) dieser Baugruppe nicht in der Vergangenheit liegt. Die Vergangenheit kann wahlweise das aktuelle Prüfdatum mit einschließen.
Fehler: „Der Bedarf ist größer als die Summe Sollmenge zug. BG + verfügbare Menge (alle Lager).“

wenn die Summe aus Istmenge der fertiggestellten zugeordneten Baugruppe und frei verfügbarer Bestand in allen betrachteten Lägernkleiner als die entsprechende Bedarfsmenge ist
Fehler: „Der Bedarf ist größer als die Summe Istmenge zug. BG und verfügbare Menge (alle Lager).“


               
       
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