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cimerp:0080_fertigung:0010_fertigung_allgemein:0050_grundlagenkoppelproduktion



Koppelproduktion - Grundlagen und Verwendung

Letzte Änderung: 14.10.2022

Voraussetzungen

ACHTUNG:
Die Funktion zur Koppelproduktions-Bildung in der Auflösung muss von cimdata aktiviert werden.
Vorab muss von cimdata geprüft werden, ob die Stammdaten für diese Funktionalität korrekt sind.
Basisparameter Fertigung - Reiter Verbuchungssteuerung


Definition

Bei der Koppelproduktion (oder auch „Kuppelproduktion“) entstehen in einem Teilprozess der Fertigung
zwei oder mehr Produkte gleichzeitig, wobei der Mengenanteil der Koppelprodukte fest oder variabel sein kann.

Zu unterscheiden ist der gewollte und ungewollte Anfall dieser Nebenprodukte. Der ungewollte Anfall
der Nebenprodukte wird meistens mit der Vorsilbe „Ab“ versehen:
Abfall, Abwärme, Abwasser etc.

Beispiel:
Bei der Produktion von Kunststoffteilen wird ein linkes und rechtes Teil gleichzeitig erzeugt.
Der Bedarfsverursacher Kundenauftrag benötigt aber nur das linke Teil.
Aufgrund des vorliegenden Werkzeuges werden aber immer das rechte und das linke Teil gleichzeitig („gekoppelt“) produziert.


Umsetzungsansatz in cimERP

Im cimERP soll der gewollte Anfall von Nebenprodukten mit festem Mengenanteil geplant werden.
Über die cimERP-Lagereingangsbuchung/Produktionsrückmeldung BDZ können solche Produkte
dem Lager zugeführt werden, damit diese in weiteren ERP-Prozessen wieder verwendet werden können.


Stammdaten

Im Werkzeugstamm werden auf dem Reiter „Kombination“ im Tabellenfeld die zusammengehörigen
Koppelprodukte verwaltet. Die Anzahl kann beliebig sein.

Können mit dem Werkzeug unterschiedliche Koppelprodukte hergestellt werden, dann kann über ein
Gruppenmerkmal die Zusammengehörigkeit definiert werden.

Das Werkzeug wird im Arbeitsplan/Positionsdaten auf dem Werkzeug-Reiter hinterlegt.
Es kann sowohl als Werkzeugkombination oder auch als Einzelwerkzeug eingetragen werden.
Im vorliegenden Beispiel wird es als Werkzeug-Kombination verwendet.


Fertigungsauftragsdaten

Bei der Auflösung eines Fertigungsartikels (WK100,1001) wird die Koppelproduktion erkannt.
Für das gekoppelte Produkt (WK100,1002) werden die Stücklisten-Komponenten ermittelt und in den
gemeinsamen Datenpool geschrieben.
Der Arbeitsplan der beiden Koppelprodukte wird nur vom Primär-Artikel (WK100,1001) verwendet.

In der Baukastenübersicht der aufgelösten Daten wird das gekoppelte Produkt markiert.
Die gekoppelten Baukästen erhalten dieselbe Baukasten-Auflösungs-Nummer, hier 1/003.

Dispositiv werden die Stücklisten-Komponenten beider Baukästen eingelastet. Die Einlastung erfolgt am Primär-Artikel.
Die Komponenten werden nicht summiert, sondern jeweils separat als OP Material abgestellt.

Kapazitiv dagegen wird nur nur ein Arbeitsplan geplant (Arbeitsplan aus Primär-Artikel).

In cimAPS können die Koppelprodukte im Tooltip mit angezeigt werden.


Produktionsrückmeldungen

Beim Freigeben der Fertigungspapiere werden für die Koppelprodukte eigene BDE-Nummern vergeben
und es werden separate Materialzugangsscheine gedruckt.
Hierfür gibt es einen neuen eigenen CR-Report und entsprechende Druckparameter (cd4092_bdk.rpt/cd4092_bdk).

→ die Lagerzugangsbuchung für ein Koppelprodukt muss separat mit der eigenen BDE-Nummer durchgeführt werden.
→ die Materialabbuchung kann gemeinsam mit dem Programm Materialkartenbuchung cd4017 durchgeführt werden.
→ die Zeitbuchung am Arbeitsgang erfolgt nur einmal (am Primär-Artikel).

14.10.2022:
Ist in den Basisparametern der Fertigung (siehe → Basisparameter Fertigung - Reiter Verbuchungssteuerung)
das Kennzeichen „Materialzugangsbuchung bei Rückmeldung des letzten Arbeitsgangs eines Fert.-Auftr.“ aktiviert,
dann wird beim Rückmelden eines Arbeitsgang (siehe → Produktionsrückmeldung - Zeitrückmeldung)
in die Rückmeldemasken der jeweiligen Koppelprodukte gesprungen.

Dort können nun für jedes Koppelprodukt die Mengen und Ausschussmengen separat eingegeben und rückgemeldet werden.


Einschränkungen

Die Koppelproduktion ist (noch) nicht implementiert:
- in der Vorkalkulation KAL I
- in der Nachkalkulation KAL II
- im Modul FFOR - Advanced STL/APL-Formel

               
       
cimerp/0080_fertigung/0010_fertigung_allgemein/0050_grundlagenkoppelproduktion.txt · Zuletzt geändert: von koepplinger

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