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KANBAN-Produktion in cimERP
Nähere Info's zur KANBAN-Logik gibt's hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kanban
Artikelstamm
Kennzeichen <KANBAN-Fertigung im Artikelstammdaten.
Das Kennzeichen muss gesetzt sein, wenn für den Artikel ein Fertigungsauftrag mit der Positionsart <KANBAN> angelegt werden soll.
Die Anzeige der KANBAN-Parameter im Arbeitsplan werden ebenfalls darüber gesteuert.
Arbeitsplan
Der Bereich KANBAN-Parameter ist nur sichtbar, wenn bei der Arbeitsplan-Artikelnummer im Artikelstamm die KANBAN-Fertigung aktiviert ist.
<KANBAN-Gesamtmenge>: Diese Menge bestimmt die Sollmenge des AG. Wird der Wert nicht versorgt, bestimmt die Sollmenge des Vorgänger-AG
bzw. wenn dieser nicht vorhanden ist, die FA-Menge die Sollmenge.
<Menge je Packmittel>: Anzahl der Artikel die in einen KANBAN-Behälter passen. Die Anzahl der Behälter (die auch die Anzahl der zu druckenden
KANBAN-Karten bestimmt) wird bei der Fertigungsauflösung aus der Sollmenge des AG und diesem Feld errechnet.
<Packmittel>: Art des KANBAN-Behälters (Andruck auf KANBAN-Karte)
Fertigungsauftrag
Positionsart <KANBAN> beim Anlegen eines FA.
Beim Speichern der Position wird geprüft, ob der zu fertigende Artikel laut Stammdaten für eine KANBAN Fertigung gültig ist.
Bei Neuanlage einer KANBAN Position wird diese nach der Auflösung sofort freigegeben und zusätzlich zu den in den Basisparametern eingestellten
Papieren die KANBAN-Karte (cd4012.rpt - nur im CR Format) für jeden Arbeitsgang erzeugt. Die Anzahl der Karten pro AG wird in der Auflösung berechnet.
Produktionsrückmeldung
KANBAN-Positionen werden duch die Produktionsrückmeldung nie abgeschlossen. Der Status bleibt immer auf 3. Nur durch eine „Erledigen“-Buchung
des Endproduktes kann die Produktion beendet werden.
Nach einer Produktionsrückmeldung wird der KANBAN-Zykluszähler für den zurückgemeldeten AG neu ermittelt.
Der momentane KANBAN-Zyklus ergibt sich aus der Formel: kanban_zyklus = int ( istmenge_ag / sollmenge_ag ) + 1
Darüberhinaus bestimmt der erste AG des Fertigungsablaufs auch den KANBAN-Zyklus des FA.
Da bei Rückmeldung eines KANBAN-AG unrelevant ist, ob teilfertig- oder fertiggemeldet wird, ist dieses Kennzeichen ausgeblendet.
Außerdem entfällt die Prüfung gegen die Sollmenge, Unter-/Überlieferung und die Menge des Vorgänger-AG.
In Zusammenhang mit einer weiteren neuen Funktion „Zubuchung von Zwischenprodukten“ (→LINK) wurde bei einem KANBAN-AG folgender Ablauf festgelegt:
Ist an einem AG das KZ aktiv wird bei der Produktionsrückmeldung automatisch die Chargen-Nr. aus ANR_POS1_POS2_AG gebildet
und für die Artikel-Nr. + '#' ein Materialzugang gebucht.
Speziell bei KANBAN wird nun geprüft, ob das KZ am Vorgänger AG aktiviert ist. Wenn ja, wird die Charge des Vorgänger AG für den Artikel + '#' aus dem Lager abgebucht.
Nachkalkulation
Um eine korrekte Abbildung der angefallenen Kosten in der Nachkalk zu erhalten wurde folgendes für KANBAN-Aufträge festgelegt:
Erhöht sich durch eine Produktionsrückmeldung der Zykluszähler des FA wird eine Auflösung über die aufgelösten Auftragsdaten angestoßen. In diesem Lauf werden die Sollmengen in der Nachkalkulation neu bestimmt.
Diese ergeben sich aus den ursprünglichen Sollmengen (die sich auch durch eine Zykluserhöhung nicht verändern) multipliziert mit dem KANBAN-Zyklus des FA.
Damit stehen immer die zu erwartenden Sollkosten in der Nachkalkulation und die Istwerte nähern sich langsam an, bis ein neuer Zyklus beginnt.
Drucken Fert-Papiere
Im Standardablauf zum Drucken der Fertigungspapiere gibt es die Möglichkeit zum Ausdruck einer KANBAN-Karte.



